Als kürzlich bei einem Online-Projekt-Meeting eine Diskutantin durch die häufige Verwendung von „du musst“ und „du solltest“ auffiel, wurde allen Beteiligten schnell klar, welch entscheidende Wirkung Worte in solchen Formaten haben. Harte Worte werden härter, unklares Geschwätz wird noch unklarer, kleine Ablenkungen nehmen plötzlich großen Raum ein. Und alles stört den Diskussionsfluss, mindert die Qualität des Meetings aber nicht nur das: es mindert vor allem die Qualität der Begegnung. Und es ist diese Qualität, die im Gedächtnis haften bleibt, die die Erinnerung zu einer positiven oder negativen – oder auch belanglosen – macht und die damit die Voraussetzung schafft für die Qualität des nächsten Meetings, wenn es denn eines gibt.

Wenn die multidimensionale Realität der echten Begegnung in eine zweidimensionale Virtualität gepresst wird, verdichtet sich die Wirkung bestimmter Kommunikationselemente – zum Positiven wie zum Negativen.
Das bewusste und gleichzeitig authentische Agieren wird im begrenzten Raum noch einmal wichtiger:

  • um wirksam zu führen,
  • um alle im Boot zu halten und
  • um einen fluiden Übergang zwischen Realität und Virtualität zu meistern.

Nachhaltig erfolgreiche Unternehmen erkennen dies und bieten Präsenztrainings, die sich mit Softskills wie Auftreten und Wirkung beschäftigen, nun auch in Online-Formaten an – erweitert um die Inhalte unserer aktuellen „Normalität“.

Alles, was im normalen „Offline“-Betrieb bereits wichtig war, wird jetzt in Online-Begegnungen noch einmal mehr akzentuiert. Dazu gehören

  • Klarheit im Ausdruck,
  • die Fähigkeit, Verbindung zu schaffen,
  • auf Kommunikationsverläufe durch das eigene Auftreten einwirken zu können und
  • als Führungskraft auch tatsächlich zu führen und nicht durch zu viele „Team Huddles“ die eigene Energie in alle Richtungen zu verlieren.

Einige Kunden haben sich sofort mit mir an die Neugestaltung unserer gemeinsamen Projekte gemacht. Was sonst an zwei Präsenz-Tagen stattfand, findet nun in einem Mix aus Individualarbeit der TeilnehmerInnen im Austausch mit mir und in gemeinsamen Gruppen-Webinaren statt. Was ich bereits 2012 als Gast-Lektorin am MCI mit meinem Masterkurs „Presentation Techniques“ ausprobieren konnte – nämlich das Unterrichten von Präsentationstechnik und Rhetorik via Video-Seminar – und was ich in Blended Learning Formaten und im Executive Coaching seither immer wieder einsetze, wird jetzt durch ausgefeiltere Seminartechnik und optimierte Didaktik auf dem nächsten Level zur Anwendung gebracht.

Für all jene, die aufgrund der schwierigen Situation gerade daran denken, im Soft Skill Bereich zu sparen, ist vielleicht ein Blick auf die globalen Player, wie etwa Shell, hilfreich: diese investieren gerade jetzt sogar noch mehr in Executive Coaching via virtuelle Plattformen. Warum? Weil sich jetzt in der Führung die Spreu vom Weizen trennt. Vorhandene und mangelnde Führungskompetenzen werden  jetzt aufgrund o.g. Faktoren umso stärker sichtbar.

Wenn auch Sie Interesse an einem maßgeschneiderten Angebot haben, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.