Es ist erstaunlich, wie die Dinge immer wieder zusammenfließen…

Mein ganzes Leben hatte ich das Gefühl, getragen zu werden und reich beschenkt zu sein. Und dabei meine ich nicht materielle Güter, sondern die reine Fülle des Lebens, ein nie versiegender Strom an Möglichkeiten, der selbst in schwierigen Phasen niemals vertrocknete.

Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, an dem mir das dahinterstehende Prinzip zufiel: es war an einem warmen Frühsommernachmittag, in einem Bus in Monaco. Ich hatte meine Tochter von der Kinderkrippe abgeholt und wir waren auf dem Weg nachhause. Und ich dachte: Wie kann man so unfassbar glücklich sein?  (Wohlgemerkt – als Alleinerzieherin) Wie ist es möglich, ein Leben zu leben, in dem man sich ununterbrochen beschenkt fühlt? Wie ist es möglich ein Leben gänzlich ohne Reue zu leben?

Wie ist es möglich, ein Leben zu leben, in dem man sich ununterbrochen beschenkt fühlt? Klick um zu Tweeten

Die Antwort liegt im „richtig“ gelebten Moment

Das Leben entsteht aus einer Kette von Momenten. Der Moment ist es deshalb, den man glücklich – und für sich RICHTIG – leben muss. Wenn man den jeweils gegenwärtigen Moment richtig lebt – d.h. entsprechend der eigenen Werte und Einstellungen Entscheidungen trifft und handelt – dann ist vollkommen egal, ob man die nächsten fünf Jahre bereits im Voraus geplant hat oder nicht. Man wird IMMER an den Ort kommen, „an dem man bereits erwartet wurde“ (Paolo Coehlo „Auf dem Jakobsweg“). An jenen Ort, der richtig für einen ist. So wie in der Fibonacci-Zahlenreihe die jeweils nächste Zahl aus der Summe der jeweils zuvorgegangenen zwei Zahlen entsteht und sich dem Goldenen Schnitt – der Idealform allen Lebens  – annähert, so entwickelt sich unser ideales Leben aus den jeweils direkt zuvor ideal gelebten Momenten.

Das bedeutet nicht, dass jeder Moment leicht sein muss, ohne Herausforderung. Es bedeutet nicht, ohne Krisen – ja vielleicht sogar einschneidende Momente des Unglücks – zu leben. Aber es bedeutet, dass man letztendlich auf ein Leben zurückblicken kann, zu dem man 100%ig steht und sagt:

Ja, dieses Leben ist ein gutes Leben, denn ich lebe „mir entsprechend“ ideal.

Momentkompetenz

Ich sehe in meinen Coachings und Trainings, aber auch immer wieder in Gesprächen mit unterschiedlichsten Menschen, dass sie oft nur einen Bruchteil des Lebens führen, das sie führen könnten. Und damit ist nicht gemeint, dass sie mehr Abenteuer haben sollten oder mehr Geld machen oder erfolgreicher auf der Karriereleiter turnen könnten. Nein, die meisten geben sich mit Kompromiss-Situationen zufrieden, weil sie meinen, es könnte nicht besser gehen. Dahinter steht der unausgesprochene Glaubenssatz nichts Besseres verdient zu haben – ob dies nun Berufe, Partner oder Lebenssituationen sind.

Das Einverständnis zum Kompromiss verschließt dem Moment die Chance der Beste zu werden. Klick um zu Tweeten

Dieser Glaubenssatz ist das Ergebnis von Erziehung durch Bezugspersonen und Gesellschaft und seiner Zementierung durch sukzessives Verlernen einer Kompetenz, die ich „MOMENTKOMPETENZ“ nenne: die Kompetenz, in jedem Moment die beste Möglichkeit zu sehen. (Übrigens auch eine wesentliche Kompetenz charismatischer Menschen). Statt eines Kompromisses ist man dann fähig, „die 3. Lösung“ zu sehen (wie der  islamische Gelehrte und Poet Rumi die Lösung jenseits von „richtig oder falsch“ nannte).

Momentkompetenz wiedererlernen

Man könnte auch sagen, das Leben entwickelt sich nach dem Resonanzgesetz: das, wofür ich offen bin, das strömt mir zu. Oder wie Johann Wolfgang von Goethe bereits gesagt hat: „Wenn der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, dann kommt ihm Vieles entgegen.“ (Allein diese vielen verschiedenen Querverweise, die alle dasselbe Prinzip verdeutlichen, zeigen, dass das Leben grundsätzlich einfach ist – wir wählen nur unterschiedliche Zugänge, die unserem jeweiligen Sein am besten entsprechen.)

Es geht darum, die verstopften Möglichkeitssinne wieder frei zu machen. Es geht darum, unsere Wahrnehmungskompetenz auf sämtlichen Sinnesebenen wieder zu schärfen. Es geht darum, unsere mentalen Verarbeitungsprozesse wieder zu beschleunigen. Es geht darum, innere Grenzzäune niederzureißen.

Offene Gruppe für Momentkompetenz

Das Ziel: Wiedererlernen, den Moment so präsent zu leben, dass er ganz eindeutig der Beste wird. Als Voraussetzung dafür, dass auch der nächste dein Bester werden kann.

Die Methodik: wir „arbeiten“ spielerisch an echten Situationen, entgrenzen unsere Wahrnehmungsfähigkeit. Meine Stärke liegt im Fragen von „Warum“ im richtigen Moment. Meine Stärke liegt außerdem im Fördern und Fordern, im Herausfordern. Es könnte sein, dass ich dich an deine Grenzen bringe – aber  wenn du willst, dann wirst du sie dadurch auch überwinden können. Ja, und ab und zu werden wir durchaus still sein. Aber nicht zu oft. 😉 Das bedeutet, es ist kein Meditationsworkshop – meditieren müsste ich nämlich selbst erst lernen. :-).

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Ach ja – und getragen von Vorfreude, hätte ich fast vergessen, dir zu sagen, was das nun mit meinem Einleitungssatz zu tun hat „Es ist erstaunlich, wie die Dinge immer wieder zusammenfließen“: nun, ich hatte die Idee für diese Gruppe schon halb verworfen – aus Zeitgründen und der Sorge (!), mir zu viel vorzunehmen. Und dann lese ich heute einen Beitrag einer für mich sehr inspirierenden Instagram-Bloggerin zu genau diesem Thema: dass viele das Leben nur halb leben, weil sie den Moment nicht richtig leben, weil sie sich nicht einlassen. Und so ist das ganze Leben: ich sende einen Gedanken aus und von irgendwo kommt eine Antwort. Die richtige Antwort zum richtigen Zeitpunkt kommt immer dann, wenn man im Moment richtig ist. Hier der Vollständigkeit halber der besagte Instagram-Beitrag:

I know many people who, after a night of drinking and partying hard, wake up with a sense of shame and remorse. They regret that they allowed themselves to be reckless. That they danced naked on a rooftop, drove to Milan to feed pigeons at dawn, or unexpectedly booked a one way ticket to Kathmandu. Those moments you could only remember with laughter and excitement — they despise themselves for them. And, of course, they would never do anything that would have shook their lives so much that the luggage would fall from the shelves. . I know people who are afraid of letting a situation out of their control even a little bit. They always behave well, never ashamed of themselves. More than anything else in life they are scared of spreading their wings. They are incapable of madness. They will never go on a road trip to meet the sunset at the edge of the cliff in Portugal. And they have a terrible lifeless existence. . There are so many people who are afraid of making “mistakes”, afraid of taking everything from life, taking advantage of every chance they get, afraid of turning their lives upside down. But you know what? If all the time you will snuff out your impulses with ice cold water, then nothing good will come. . Solutions that, with sound thinking, may seem indecent, insane and misguided, in fact, are not that bad. It’s just life — with passions, which explode in the wrong place at the wrong time, but for which there are no proper moments and places. . Yes, at some point, when you stand in the middle of your ruined life and have nowhere to retreat, because yesterday you burned all the bridges and destroyed all the boats, you may think you made a huge mistake and want to mess yourself from fear. But then you close your eyes, breathe and think that to build your whole life again, even with full ground — it’s about five years. And it’s going to be wonderful, exciting, successful, happy a five-year journey, rather than five centuries, where, like in hell, every day is like the previous one. All the joy is substituted with tv, and every night the only question you do not want to answer drills your brain: „Why do I have such crappy life?” :::::: #WorduuupGoesToItaly

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