Insgesamt haben 94 Personen an der Umfrage teilgenommen. Ein kleines Sample, aber dennoch sprechen die Ergebnisse für sich:

Immerhin fast 54% der Teilnehmenden haben einen positiven Blick auf das Konzept der „Komfortzone“. Sie schließen sich der Meinung an, dass es sich hier um einen Zustand der inneren Sicherheit handelt, aus dem heraus sie angst- und druckfrei agieren können, gefolgt von knapp 30%, die die Komfortzone für einen Zustand der Bequemlichkeit halten, aus dem heraus sie sich schwer motivieren können. Rundum zufrieden sind nur knapp 17%, wenn sie in ihrer Komfortzone sind.

Interessant sind auch die Antworten zu „Sonstiges“, die von knapp 13% gegeben wurden:

  • „Eine Aufgabe von der ich weiß, dass ich sie spielerisch meistern kann, ohne große Anstrengung oder Nachdenkprozesse“
  • „Ein Zustand in dem ich mich fachlich wohl fühle zum einen und dann passt die Komfortzone für mich auch gut dann wenn ich mich finanziell sicher fühle.“
  • „Ergänzung zur inneren Sicherheit: Ein Zustand, den man gelegentlich auch verlassen sollte, um neue Erfahrungen zu machen und damit zu wachsen.“
  • „Hier kann man wieder Kraft schöpfen für neue Aktivitäten“
  • „ein Ort, an dem keine Entwicklung stattfindet und ich stehen bleibe“
  • „ein Zustand, wo ich aufblühen kann, aber doch gefordert bin“
  • „ich habe alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe.“
  • „mein Leben ist komfortabel“
  • „mehr als die innere Sicherheit ist es eine äußere Sicherheit“
  • „in einer Zone der Stressfreiheit , die mich aber offen für Neues macht“ 
  • „die Arbeit ist ein Spiel“
  • „ich bin mir nicht sicher, ob man nicht ein „komfortables Leben“, in dem einen nichts fehlt, fälschlicherweise als Komfortzone empfindet, wenn man eigentlich im Job aber bereits unterfordert ist?“

Der 2. Teil der Umfrage zeigt, dass sich immerhin 35,19% der Befragten beruflich in ihrer Komfortzone fühlen. Ob dies von den Befragten selbst als positiv gesehen wird, ist natürlich von ihrer jeweiligen Antwort zu Frage 1 abhängig.

Auch hier geben die Antworten unter „Weder Ja noch Nein“, die von 22,22% der Befragten gegeben wurden, weiteren Aufschluss über die Zugänge:

  • „Gibt solche und solche Situationen.“
  • „Für mich wäre beruflich die Komfortzone dann erreicht wenn ich mich nicht aktiv um Aufträge kümmern müsste, Kunden immer direkt auf. Ich zukommen und ich in der Situation bin gute Aufträge auch abzulehnen.“
  • „Ich entwickle mich ständig weiter, daher verlasse ich punktuell auch meine Komfortzone“
  • „Das schwankt von Tag zu Tag und Inhalt zu Inhalt
  • „Generell würde ich sagen, dass ich beruflich oft an der Grenze meiner Komfortzone arbeite. Um zukünftig angst-/druckfreier agieren zu können, versuche ich mich regelmäßig zu motivieren, meine Komfortzone zu verlassen.“
  • „Ziemlich nahe dran“
  • „variiert, manchmal ja, aber durchaus auch Situationen außerhalb der Komfortzone“
  • „Ich bin in der glücklichen Situation, mich beruflich nicht mehr beweisen zu müssen. Dennoch habe ich Ehrgeiz, Neugierde und befinde mich weiterhin im Wettbewerb – dem kann man sich nicht entziehen.“
  • „ich versuche viel anzugehen, mich proaktiv (noch) unangenehmen Herausforderungen / Aufgaben zu stellen, weil ich weiß, dass ich nur so wachsen kann. Ich könnte jedoch noch mehr, aus meiner Komfortzone rausgehen.“
  • „kommt auf die Situation drauf an“
  • „sehr oft, aber nicht immer. ich arbeite daran.“
  • „neue Herausforderungen kitzeln mich stets ;-)“
  • „ich weiß nicht – bin materiell in meiner Komfortzone, aber ideell habe ich das Gefühl, da gibt’s noch mehr.“
  • „mal so, mal so“
  • „eigentlich schon, aber ich merke, dass mich einzelne Personen total aus meiner Komfortzone bringen“
  • „In Teilbereichen meiner Arbeit total, in anderen nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Bereiche, in denen ich mich nicht wohlfühle, versuchen sollte abzugeben oder sie im Gegenteil „erobern“ sollte. „
  • „beruflich allein wäre für mich nicht genug – privat und Beruf müssen für mich in Balance sein.“
  • „ich bin mir bewusst, auf „dem Weg“ zu sein…“
  • „thematisch ja, aber ständig unter Zeitdruck. das nimmt mir viel von meinem guten gefühl“
  • „das kommt auf die Kunden drauf an – mit manchen passt es total, bei anderen „fließt“ es nicht so“
  • „manchmal mehr, manchmal weniger“

Die Frage, die sich daraus ergibt, ist ursächlich die Grundfrage des Mensch-Seins an sich, die da lautet:

„Was treibt uns dazu an, uns individuell (und damit auch als Kollektiv) weiterzuentwickeln?“

Eine Übung:

Als Coach ist es nicht meine Aufgabe, Antworten zu geben, sondern Fragen zu stellen. Ich möchte Ihnen diese Frage als Übung mitgeben: beobachten Sie sich über einen Zeitraum von einer Woche ganz bewusst. Stellen Sie fest, wann Sie sich neugierig und inspiriert fühlen, welche Umstände herrschen, welche Personen mit Ihnen sind, mit welchen Tätigkeiten Sie sich befassen.

Zu welchen Erkenntnissen kommen Sie?