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Vortrag: „Wonder Woman: Der Held im Frauenkostüm“

06/15/2018 @ 2:00 pm - 3:00 pm

kostenlos

Ich freue mich, im Rahmen der Tagung „Wonder Women: Weibliche Führungspersonen im Fokus der Medien“, die von 14. – 15.6.2018 an der Sigmund Freud Privat Universität (SFU) in Wien stattfindet, einen Vortrag mit dem provokativen Titel „Wonder Woman: Der Held im Frauenkostüm (oder: „Wonder Woman: was, wenn sie eine echte Frau wäre?“) halten zu dürfen.

Ich schließe hier fast nahtlos an den „Leadership Think Tank“ aus den Jahren 2012/2013 an, den ich damals mit der Absicht initiiert hatte, die geltenden Führungsparadigma aus weiblicher Sicht zu hinterfragen und vielleicht weiterzuentwickeln.

Hier ein Auszug aus dem Tagungsprogramm:

„Wonder Woman: Der Held im Frauenkostüm“

(oder „Wonder Woman: was, wenn sie eine echte Frau wäre?“)

Von: Mag. Martina Gleissenebner-Teskey

Stell Dir vor: Wonder Woman mitten in der Schlacht – stark, mutig fliegt sie durch die Lüfte, springt über Verteidigungswälle, direkt ins Kanonenfeuer… und hinter ihr ein Tross Kinder. Ihr Jüngstes hat sie sich auf den Rücken gebunden…

Nein? So läuft die Geschichte nicht? Was ist falsch daran?

Etwa die Tatsache, dass die Figur an sich (ohne Anhängsel wohlgemerkt) dem Bild der wilden Frau recht nahe kommt, die so manch männliche Fantasie antreibt? Und dabei sei uns bewusst, dass Wonder Womans‘ „Vater“ der Psychologe William Molton Marston war. Vermutlich gerade deshalb ist sie dem männlichen Heldenideal nachempfunden, wie die Amazonen der Antike ausgestattet mit den weiblichen Attributen, halb-nackt. Was fehlt, ist der ganze Rest der sogenannten Weiblichkeit. Für die ist auf dem Schlachtfeld kein Platz – weder auf dem ursprünglichen, noch auf dem modernen. Und so wird die Ur-Form der weiblichen Heldin in sämtlichen Medien perpetuiert, ganz nach dem Motto: stark durch Power Posing.

In unserer Faszination vergessen wir, dass das, was Frauen definitiv von Männern unterscheidet – nämlich die Gabe, Mutter zu sein und die einzigartigen Fähigkeiten aber auch Notwendigkeiten, die diese Gabe mit sich bringt – das Prinzip des Nährens, achtsame Passivität, Da-Sein und Spüren was ist und was sich entfalten will, Zuwendung,… – auf diesem Bild und in der Geschichte fehlt. Dass sogar das Grundprinzip des Frauseins – nämlich mit allen Konsequenzen „im Zyklus“ zu leben – wie ausradiert ist. Einfach weg.*

Entgegen der großen Worte („Zeitalter der Frauen“) werden diese Eigenschaften und Fähigkeiten im Businessleben nicht zugelassen. Ein Zuzug von Frauen in die Wirtschaft und in Führungspositionen bedeutet Null Zugewinn für die Wirtschaft an sich. Sie wird immer noch von Männern gedacht und von Männern gemacht. Selbst wenn es Männer in Frauenkleidern sind.

Der Beitrag möchte zum völligen Neu-Denken einladen: wie würde, wenn wir die „typisch weiblichen“ Eigenschaften ins Geschäftsleben integrierten, sich dieses verändern? Wie würden sich die Bilder verändern? Wie würde etwa ein Bild aussehen, das eine erfolgreiche FRAU zeigt? Und würden andere Bilder auch andere Entwicklungen fördern?

Die These ist: die Veränderung, die durch die echte Integration weiblicher „Gaben“ in die Wirtschaftswelt angestoßen würde, ist die echte Chance auf Zukunft in einer Arbeitswelt, die mehr und mehr von Künstlicher Intelligenz geprägt ist. 

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Das gesamte Programm finden Sie hier: Programm_WonderWoman

Die Anmeldung zur Tagung ist kostenlos und über die Veranstaltungseite möglich: „WONDER WOMEN“

Details

Datum:
06/15/2018
Zeit:
2:00 pm - 3:00 pm
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,
Website:
https://www.sfu.ac.at/de/event/psy-tagung-wonder-women-weibliche-fuehrungspersonen-im-fokus-der-medien/

Veranstaltungsort

SFU Wien
Freudplatz 1/ Messeplatz 1
Wien, 1020 Austria
Website:
https://www.sfu.ac.at/de/

Veranstalter

Fakultät für Psychologie